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Rehabilitationspsychologie – allein das Wort klingt nach Fachterminus, nach Klinikatmosphäre, nach ernsthaften Fragen zu Sinn und Selbstbestimmung. Wer in Freiburg im Breisgau überlegt, als Berufseinsteiger:in oder als wechselwillige Fachkraft in diesen Bereich einzusteigen, steht nicht einfach vor einer Jobentscheidung – das Hier ist ein Sektor, der alles andere als geradlinig ist. Und bevor jetzt jemand abwinkt: Freiburg ist dabei ein regelrechter Kosmos für Reha-Psychologie, am Schnittpunkt von Medizin, Sozialwesen und den gesellschaftlichen Herausforderungen einer alternden Bevölkerung. Klingt groß? Ist es gelegentlich auch.
Mal ehrlich: Wenn man (wie ich) diesen Beruf aus der Nähe kennt, fällt der Kontrast zwischen Theorie und gelebter Praxis sofort ins Auge. Im Studium wurde vieles kognitiv zerteilt – Symptome, Skalen, Interventionen. Im echten Freiburger Arbeitsalltag aber? Da sitzen plötzlich keine „Fälle“, sondern Menschen gegenüber: Mit Herz, Geschichte, gelegentlich auch mit Härte im Blick. Die Aufgaben reichen von klassischer Einzel- und Gruppentherapie in Fachkliniken bis zur Beratung in ambulanten Reha-Einrichtungen. Es geht um Traumabewältigung nach Unfall oder Schlaganfall, um die Rückkehr in Arbeit nach psychischer Krise, um Langzeitbegleitung von Menschen mit Behinderung – selten trivial, oft herausfordernd.
Warum ist Freiburg speziell? Da ist zum einen die ungewöhnlich hohe Dichte an Reha-Kliniken, neurologischen Zentren und spezialisierten Ambulanzen – was die Joboptionen spürbar vielfältiger macht als in der sprichwörtlichen Kleinstadt. Südlicher Flair trifft auf einen medizinischen Sektor, der von Kooperation und Innovationsfreude lebt. Nicht zu unterschätzen: Die Nähe zu Frankreich und die internationalen Patient:innen bringen einen Hauch von Internationalität in den Alltag, manchmal sogar mit Sprachbarrieren oder kulturellen Missverständnissen. Wer Lust auf interdisziplinäre Teams oder auf einen ständigen Spagat zwischen Hightech-Medizin und ganzheitlicher Prozessbegleitung hat – willkommen im Dreiländereck.
Wer meint, hier laufe alles nach Schema F, irrt. Rehabilitationspsychologie verlangt ein solides medizinisch-psychologisches Grundwissen, aber genauso situative Flexibilität und die Fähigkeit zur Selbstreflexion. Fachkenntnisse in neuropsychologischer Diagnostik, Kenntnisse sozialrechtlicher Rahmenbedingungen, ein Händchen für Krisenintervention – idealerweise alles im Gepäck. Die Gehälter spiegeln dieses Anspruchsniveau nicht immer komplett wider; bei Berufseinstieg landen etliche zwischen 3.200 € und 3.700 €. Mit Erfahrung, Spezialisierung und Leitungstätigkeit kann es allerdings Richtung 4.200 € bis 4.700 € gehen. Über Geld spricht man ungern – und doch: Ein gewisser Idealismus gehört dazu, sonst geht einem irgendwann die Puste aus.
Freiburg hat, was moderne Reha-Psychologie braucht: aktive Forschung, kooperative Kliniken, Durchlässigkeit zwischen stationärem und ambulantem Sektor – und vor allem Offenheit für Innovationen. Digitale Tools etwa, die den Übergang ins Berufsleben unterstützen, werden momentan verstärkt erprobt. Aber: Technik allein reicht in diesem Feld nie aus. Wer hier arbeitet, merkt schnell, dass echte Fortschritte im kleinen, zähen Gespräch entstehen – oft abseits jeder Schlagzeile. Nicht selten fragt man sich, ob die eigene Arbeit ausreichend Wirkung entfaltet. Vielleicht bin ich da zu kritisch. Aber genau diese Skepsis, dieses unnachgiebige Nachfragen – das braucht es, wenn man Menschen helfen will, nach schweren Einschnitten nicht nur zu funktionieren, sondern wieder Perspektiven für das eigene Leben zu entwickeln.
Fehlt noch eine nüchterne Wahrheit: Wer in Freiburg in die Rehabilitationspsychologie geht, wird gefordert. Emotional. Intellektuell sowieso. Und manchmal, Hand aufs Herz, ist es einfach ermüdend. Aber dafür – und das ist keine Floskel – erleben Neulinge hier eine Vielfalt und Sinnstiftung, die so in kaum einem anderen Arbeitsfeld vorkommt. Die Widersprüche des Systems? Klar. Die ganz eigene Mischung aus Struktur und Chaos? Jeden Tag. Und trotzdem: Für alle, die (noch) überzeugt sind, dass das menschliche Leben mehr kann als die Summe seiner Schwächen zu sein, ist Freiburg nicht die schlechteste Wahl.
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