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Plentyco GmbH | 80331 München, Berlin, Dortmund, Düsseldorf, Essen, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln

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Montagmorgen, Krefeld-Mitte, irgendwo zwischen Altbaucharme und Nachkriegszweckbau. Wenn ich als Berufseinsteiger am Werk bin, fragt mich irgendwann immer jemand: „Sag mal, was machst du da eigentlich genau?“ Multimediafachmann – das klingt abstrakt, ist in Wirklichkeit aber ein Hybridjob aus Technik, Gestaltung und Flexibilität. Krefeld, einst als „Samt- und Seidenstadt“ berühmt, setzt heute zunehmend auf digitale Texturen. Und wer am Anfang steht, oder überlegen muss, ob ein Branchenwechsel lohnt, merkt ziemlich schnell: Hier ist alles, nur kein Alltag von der Stange.
Was viele unterschätzen: Multimediaarbeit ist selten die glänzende Pixelwelt aus dem Hochglanz-Portfolio. Die Gestaltung von Websites, die Produktion von digitalen Inhalten für lokale Unternehmen, manchmal das Schrauben an Präsentationstechnik – das alles kann ein Montagevormittag füllen, besonders, wenn die WLAN-Verbindung im Café mal wieder spinnt. In Krefeld erlebt man die ganze Bandbreite: Von Agenturbüros nahe der Innenstadt bis hin zu Industrieunternehmen an der Peripherie. Gefragt sind Menschen, die mit Bildbearbeitung, Videoschnitt, Audio und Bits gleichermaßen umgehen können – und zwar oft alles in Personalunion. Gerade im Mittelstand heißt es: „Hier, mach du das mal, du kannst doch Computer.“ Na, herzlichen Glückwunsch.
Reden wir nicht drum herum: Wer den Beruf ernsthaft betreiben will, braucht mehr als das viel besungene „digitale Gespür“. Technisches Grundverständnis, solide Kenntnisse in gängigen Programmen (ja, auch die weniger grandiosen Tools aus den Achtzigern schleppen manche Betriebe noch mit sich herum!), und ganz wichtig – Nerven wie Drahtseile. Warum? Weil es immer irgendwen gibt, dessen USB-Stick nicht das macht, was er soll, der sich über Farbstiche in der PowerPoint-Präsentation aufregt oder spontan ein Unternehmensvideo für die Instagram-Seite braucht. Und plötzlich stehst du da, mitten in Krefeld, Kamera in der einen und Schraubenzieher in der anderen Hand.
Über Geld zu sprechen? Klar, gehört dazu. Im Raum Krefeld startet man als Multimediafachmann in kleineren Betrieben klassisch irgendwo bei 2.300 € bis 2.600 €. Wer Erfahrung vorweisen kann oder in der Lage ist, ein ganzes Projekt eigenständig zu stemmen, kratzt an der 3.000 €-Marke, mit Glück oder Spezialaufgaben sind auch 3.200 € bis 3.600 € drin. Klingt erstmal solide, aber – und das ist ein oft übersehener Haken – je nach Unternehmen und wirtschaftlicher Wetterlage kann das am Ende des Monats auch mal schlank ausfallen. Digitalisierung mag Chefthema sein. In der Praxis bedeutet das manchmal eher: Du bist der Zwitter aus IT-Fachkraft, Mediengestalter und Servicepersonal, ohne den Lohn eines echten Alleskönners.
Krefeld ist nicht Berlin, nicht München, nicht mal Düsseldorf. Das ist Fluch und Segen. Einerseits kann man in Krefeld als Multimediafachmann oft viel Gestaltung mit wenig Hierarchie und ohne das Geltungsgerangel der Großstadtklitschen erwarten. Andererseits sitzt man in einem Markt, in dem Handwerk und Industrie noch immer enge Bande knüpfen. Wer also von kreativen Luftschlössern träumt, wird im Arbeitsalltag schnell auf Klinkenputzen und Allround-Support zurückgeholt. Doch gerade da liegt auch die Chance: Flexibilität, eigenständige Arbeitsweise, der direkte Draht zu Entscheidern. In solchen Nischen bleibt Luft nach oben, zumindest wenn man bereit ist, sich ständig weiterzubilden. Stichwort: E-Learning, Branchenzertifikate, die neueste Schnittsoftware nicht nur kennen, sondern auch anwenden können. Was viele übersehen: Die beste Stellenbeschreibung hilft nichts, wenn man nicht bleibt, was Krefeld so schätzt – verbindlich und ein bisschen hands-on.
Wenn ich auf meinen Krefelder Berufsalltag blicke, sehe ich keinen stressfreien Digital-Nerd-Traum, aber eben auch keinen grauen 08/15-Arbeitsplatz. Es ist ein Berufsfeld zwischen Technik, Dienstleistung und kreativem Basteln, manchmal zwischen Verzweiflung und Genialität, selten planbar, aber nie komplett langweilig. Der Reiz? Manchmal liegt er in der Improvisation, im kleinen Erfolg mit Werkzeug und Idee – und darin, sein eigenes Handwerk ständig neu zu erfinden. Wer die Mischung will, der findet sie. In Krefeld sowieso.
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