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Berufsbilder, von denen man selten auf Familienfeiern erzählt, bergen oft die größten Überraschungen. Der Monteur im Rohrleitungsbau ist so ein Fall: Viele denken, das sei einfach nur „Rohrverlegung“. Tja, weit gefehlt! Wer heute in Berlin – und gerade hier – als Monteur in dieser Branche einsteigt, merkt schnell: Das ist ein Job, der Dich ständig überrascht. Mal mit Krach, mal mit Präzision. Und ganz bestimmt mit einer Perspektive, die sich irgendwo zwischen moderner Technik und bodenständigem Handwerk bewegt. Wer von Ihnen gerade mit dem Gedanken spielt, einzusteigen oder den Wechsel zu wagen: Lesen Sie besser weiter.
Was keiner auf dem Schirm hat: Berliner Rohrleitungsmonteure verlegen heute seltener Gasleitungen im „klassischen Sinne“ – wobei, was heißt hier schon klassisch, angesichts der fortlaufenden Transformation rund um Wärmenetze und Fernkälte? Energie- und Wassernetze modernisieren, Abwassersysteme instand halten, Fernwärmeleitungen verlegen – das ist das Tagesgeschäft. Es klingt technisch, und das ist es auch. Aber richtig spannend ist, dass der Stadtuntergrund in Berlin voller Überraschungen steckt: Findlinge aus der letzten Eiszeit, Fundamente aus der Gründerzeit, Betonplatten, die keine Pläne kenntlich machen. Und irgendwo dazwischen muss das Rohr exakt sitzen. Manchmal frage ich mich ehrlich: Hätten antike Architekten jemals geglaubt, wie viele Kabel und Leitungen heute an ihren Mauern entlangführen?
Ausrüstung, Maßband, Baupläne – und ein Händchen für Improvisation, das ist die Grundausstattung. Wer glaubt, einen Routinejob zu bekommen, unterschätzt die Sache. Kein Tag ist wie der andere. Je nach Bauvorhaben arbeiten Teams mit Spezialmaschinen, Baggern oder Schweißgeräten auf engstem Raum, oftmals unter Zeitdruck oder im Schatten der nächsten Straßensperrung. Da fliegen schon mal Sprüche durchs Team – und selten bleiben die Schuhe sauber. Und nein, es genügt nicht, ordentlich anzupacken; das Fachwissen zählt. Schweißzertifikate, die Fähigkeit, Messprotokolle zu führen, Druckproben zu beurteilen: Das alles macht einen zum richtigen Allrounder. Oder anders gesagt: Ein wenig Ehrgeiz und Lernbereitschaft sollte man mitbringen. Sonst... tja, bleibt man beim Reichen der Rohre hängen.
Was viele unterschätzen: Berlin setzt bei der Sanierung und beim Ausbau der Netze zunehmend auf neue Techniken. Kunststoffrohre mit intelligenten Leckagekontrollen, ferngesteuerte Kameras zur Inspektion unterirdischer Leitungen – wer da auf dem alten Stand bleibt, wird irgendwann abgehängt. Beispiel: Die Digitalisierung hält Einzug, selbst wenn manchmal noch mit Papier und Stift geplant wird – das war vor wenigen Jahren unvorstellbar. Heute muss man mit Apps, digitalen Bauplänen und GPS-gesteuerten Maschinen umgehen können. Zugegeben, nicht jede:r Kolleg:in mag den Sprung. Aber aus eigener Erfahrung: Wer neugierig bleibt, für den sind diese Werkzeuge echte Arbeitserleichterungen.
Unromantisch, aber wahr: Ohne anständige Bezahlung verliert auch dieser Beruf an Attraktivität. Das Einstiegsgehalt für einen Monteur im Rohrleitungsbau in Berlin liegt oft im Bereich von 2.800 € bis 3.200 €. Mit Berufserfahrung, Spezialisierungen (etwa im Schweißen unter Schutzgas oder im Umgang mit bestimmten Rohrsystemen) steigt das Gehalt schnell auf 3.400 € bis 3.800 €, ganz bezahlt von der Tatsache, dass erfahrene Leute händeringend gesucht werden. Und wer die Ambition hat, Gruppen zu führen oder bei komplexen Projekten mitzuwirken – was in Berlin ja gefühlt jeden Monat neu gefordert wird –, kommt nicht selten auf 4.000 € oder mehr. Aber: Geld ist eben nicht alles, selbst wenn mein Monatsende mir manchmal widersprechen möchte.
Berlin wächst. Jeden Tag. Das merkt man beim morgendlichen Stau, beim Blick auf neue Wohnquartiere, am ständigen Dröhnen der Baustellen. Wer als Monteur im Rohrleitungsbau in diese Stadt kommt, packt am Fundament – wortwörtlich. Es ist ein Beruf für Menschen mit Herz für Technik, Kopf für Lösungen und Händen, die zupacken können. Und für andere Städte mag man das so nicht sagen, aber: Hier in Berlin ist der Bedarf an Profis enorm – und wird so schnell nicht schwinden. Klar, Routine gibt's hier kaum. Aber dafür, ehrlich gesagt, auch keinen Tag, der komplett fad wäre.
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