Die Schönheitsmanufaktur | 82205 Gilching
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Corius Deutschland GmbH | 80331 München

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In München Kosmetikerin zu sein – das klingt auf dem Papier erst einmal nach: Schönheit, Wohlgeruch, vielleicht einer Prise Münchner Schickeria als alltäglicher Kundschaft. Die Realität ist natürlich vielschichtiger. Kaum ein Beruf wird so unterschätzt, oft belächelt, manchmal gar von den eigenen Eltern als „Notlösung" abgetan. Dabei steckt hinter der Arbeit weit mehr als bloß Peeling, Wimperntusche und Smalltalk unter Dampfhauben. Wer frisch ins Gewerbe einsteigt – oder als erfahrene Kraft einen Tapetenwechsel sucht – könnte recht schnell feststellen: Die Freiheiten locken, der Arbeitsmarkt ist gesättigt und trotzdem nie berechenbar.
Wer meint, eine Kosmetikerin in München massiert vor allem Gesichter, lässt Masken einwirken und empfiehlt ein Tiegelchen nach dem anderen, hat nur die halbe Wahrheit erfasst. Tägliche Praxis schließt Hautanalysen ein, manchmal sogar die kritische Einschätzung von auffälligen Hautbildern – erste Schnittstelle zur Medizin, mitunter. Dazu kommen das Führen von Beratungen, Hygieneprotokollen (Münchner Kontrollamt lässt grüßen), Produktdemonstrationen, oft in mehreren Sprachen – Englisch und etwas Italienisch sind, besonders in der Innenstadt, keine Zier. Hinzu kommt die Vielfalt von Treatments: klassische Gesichtsbehandlung, Sugaring, Microdermabrasion, Brow-Lifting, Wimpernverlängerung – es gibt Studios, die jedes Jahr ihre Angebotsliste überholen, weil die Trends schneller wechseln als das Wetter am Isarring.
Das Feld ist breit. Beim Blick über die Isar: luxuriöse Spa-Tempel an der Maximilianstraße, bodenständige Kosmetikinstitute in Giesing, kleine Einzelstudios in Schwabing, Hotelwellness im Fünf-Sterne-Haus. Dazwischen? Mobile Angebote, oft ein Nebenjob für Mutige oder Kreative, die in ihrem Viertel schon bekannt sind. Wer sich in München behaupten will, braucht neben Können auch einen klugen Instinkt. München ist nun mal ein Image-Moloch – Markenbewusstsein ist groß, das Bedürfnis nach diskreter Behandlung ebenso. Manchmal, vor allem in Edelbezirken, wird mehr Wert auf den „Look" als den „Effekt" gelegt. Ein bisschen Oberflächlichkeit gehört dazu, aber wer sensibel zuhört, merkt: Hinter der Fassade schwingen Unsicherheiten, gerade jetzt, wo Schönheit in Social Media ständig neu verhandelt wird.
Und das liebe Geld? Der Lohn bleibt ein Dauerbrenner für hitzige Pausengespräche. Einstiegsgehälter liegen im Münchner Raum oft zwischen 2.300 € und 2.600 € – einiges über Bundesdurchschnitt, aber manchmal fühlt es sich nicht so an, wenn die Mieten galoppieren. Mit Qualifikation, etwa durch Spezial-Trainings (Microblading, Medical Beauty), sind aber 2.800 € bis 3.400 € durchaus üblich. In Top-Lagen oder als gefragte Fachkraft geht noch mehr – je nach Umsatzbeteiligung, Trinkgeldbereitschaft der Klientel oder Mut zur Selbstständigkeit. Apropos: Vieles, was von außen aussieht wie Gold, glänzt von innen ziemlich normal. Besonders bei Teilzeitangestellten oder in kleinen Studios. Hier zählt: Wer echte Stammkunden aufbaut, gewinnt oft mehr als durch jede Preiserhöhung. Und: Münchner sind kritischer geworden, seit immer mehr Franchise-Ketten aufpoppen.
Digitalisierung? Kein Nebenkriegsschauplatz mehr, sondern Alltag – von der Online-Terminbuchung bis zur hammerschlagenden Social-Media-Präsenz. Viele Studios setzen auf computergestützte Hautanalytik, andere probieren Hybridteams aus: Kosmetikerin plus medizinischer Fachkraft, mal 100 % digital, mal so analog wie ein Pinselset. Der Fachkräftemangel ist auch in München zu spüren, allerdings schwanken die Prognosen: Wer spezialisierte Fortbildungen hat, ist gefragt wie nie. Gleichzeitig entsteht eine gewisse Preisspirale – Luxusbehandlungen werden teurer, Basic-Treatments orientieren sich stärker an Discount-Anbietern. Arbeitszeiten sind immer seltener klassisch 9-to-5, sondern same-day-Changes, je nach Buchungslage. Flexibilität klingt im Prospekt gut, fühlt sich im Alltag manchmal wie Jonglage auf dünnem Eis an.
Was bleibt? Ein Beruf, der überall zwischen Handwerk, Dienstleistung und feiner Menschenkenntnis existiert. Und ja: Wer kein „Händchen“ für Haut, keine Geduld für Moden oder keine Lust auf Fortbildung hat – der sollte besser auf einen anderen Zug aufspringen. Aber für alle, die Loslassen, Zuhören und ein klein wenig Improvisation als Stärken sehen: In München stehen die Türen selten ganz zu. Sie knarren, sie sind schwer, gelegentlich ist dahinter mehr Trubel als erwartet. Vielleicht gerade deshalb bleibt der Beruf reizvoll – weil jeder Tag ein anderes Gesicht bringt. Im wahrsten Sinne.
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