Simtra Deutschland GmbH | Halle (Westfalen)
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Balda Medical GmbH | 32545 Bad Oeynhausen
pd Personaldienst GmbH & Co. KG - Osnabrück | 49448 Lemförde

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Was treibt einen eigentlich dazu, als Helfer oder Helferin in der Pharmatechnik in Hannover einzusteigen? Gute Frage. Vielleicht ist es die Faszination für Präzision, der Reiz sauberer Prozesse – oder schlicht das nüchterne Wissen, dass die Medizintechnik in dieser Stadt boomt. Hannover, mit seiner Mischung aus Hightech und „alles ein bisschen down to earth“, setzt seit Jahren verstärkt auf pharmazeutische Produktion. Hier sind Helfer nicht das Fußvolk, sondern ein Rädchen, das, wenn’s hakt, das ganze Werk ins Stocken bringt. Das erkennt man spätestens dann, wenn am Band plötzlich eine Charge stillsteht – und keiner mit anpacken will.
Im Grunde schwimmen Helferinnen und Helfer in der Pharmatechnik ständig zwischen den Welten. Kein typischer „Knopfdrück-Job“, wie so mancher Klischeedenker glaubt: Es geht um Rohstoffkontrolle, Wiegen, Dosieren, Maschinen umrüsten. Mal im Kittel im Reinraum, mal am Stapler im Lager – beides verlangt eine Portion Sorgfalt, keine Frage. Und wer jetzt abwinkt, weil er glaubt, da lerne man ja nix fürs Leben: Ich sage, Versuch’s mal mit einer Tablettenlinie, die läuft nicht von allein. Jede Umstellung, jede Mini-Abweichung kann Folgen haben. Und spätestens wenn’s um die Dokumentation geht – na Prost Mahlzeit. Wer schludert, fischt sich schnell die erste Rüge oder Schlimmeres ein.
Interessant finde ich, wie unterschiedlich die Leute hier reinkommen. Manche direkt nach der Schule, andere über Umwege – gab ja mal Zeiten, da kam jeder zweite aus einer ganz anderen Branche. Was viele unterschätzen: Die eigenen Fehler sind selten allein „persönlich“, sondern oft systemisch – Stichwort Prozesskette. Wer sich fortbilden will, kann zusehen, dass er mit Zusatzqualifikationen (zum Beispiel im Bereich GMP, also Gute Herstellungspraxis) munter weiterkommt. Klingt vielleicht bürokratisch, aber wer einmal erlebt hat, wie schnell sich ein kleiner „Knick im Ablauf“ zu einer Reklamation auswächst … Der denkt anders.
Lange galt Hannover eher als unauffällige Pharma-Region, man schaute lieber neidvoll nach Hessen oder ins Rheinland. Das hat sich gewandelt. In den letzten Jahren haben hier einige Mittelständler klug investiert. Viele denken nicht an große Namen, sondern an die Vielzahl kleiner Zulieferer und spezialisierter Hersteller. Und das spürt man im Arbeitsmarkt: Die Firmen suchen, manchmal händeringend. Ganz ehrlich, die Gehälter sind kein Traum, aber solide. Im Einsteigerbereich kann man mit 2.400 € bis 2.800 € rechnen, mit etwas Erfahrung geht’s rauf auf 2.900 € oder gar 3.200 € – das schwankt, je nach Schichtmodell und Branche. Es gibt schlechtere Einstiege – immerhin ist die Pharmaindustrie weniger konjunkturanfällig als zum Beispiel die Metallverarbeitung (da erlebt man alle sieben Jahre ein Zittern). Kleinere Betriebe zahlen oft weniger, geben aber mehr Luft zum Lernen. Ein Tauschgeschäft, das jeder für sich abwägen muss.
Es gibt Tage, da fragt man sich, ob all die Mini-Schritte zwischen Verpackung, Dokumentation und Qualitätskontrolle nicht irgendwann aufs Gemüt drücken. Die Arbeit ist präzise, oft monothematisch, manchmal ganz schön unter Zeitdruck. Aber: Wer mitdenkt, behält die Nerven und bleibt neugierig, der wächst. Und wer wirklich was reißen will, wird schnell merken, dass die besten Chancen auf Weiterentwicklung eher im Betrieb selbst liegen als im ständigen Job-Hopping. Manche wechseln, weil sie Hoffnung haben, woanders mehr Geld rauszuholen. Manchmal klappt das – manchmal landet man wieder bei den gleichen Abläufen, nur mit anderem Logo auf dem Overall.
Am Ende ist es wie überall: Man muss wissen, was einen motiviert. Die einen mögen den geregelten Ablauf, die anderen reizt die Technik, wieder andere schätzen das kollegiale Miteinander – in Hannover trifft man von allem etwas. Pharmatechnik-Helfer sind keine unsichtbare Masse, sondern Menschen, die, oft unterschätzt, unser aller Gesundheit absichern. Klar, es ist kein leichter Job – aber eben auch kein Sprung ins Ungewisse. Man muss nicht alles lieben, was man tut. Aber verstehen, was dahintersteckt? Das sollte man schon wollen.
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