Saropack AG | 79539 Lörrach
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BMS GmbH | Freiburg im Breisgau
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BMS GmbH | Freiburg im Breisgau
Manche nennen es „unsichtbare Kunst“ – andere schlicht solide Handwerksarbeit mit Technikanschluss. Wer heute beim Foliendruck an der Dreisam einsteigt, merkt rasch: Das Klischee vom Farbschmierer in blauer Kitteljacke war gestern. In Freiburg ist Foliendruck eher ein Miteinander aus Automatisierung und dem, was ich „Bauchgefühl plus Routine“ nenne. Damit meine ich: Maschinen übernehmen mehr, aber ohne Menschenauge und handfeste Erfahrung wird’s im Zweifelsfall eben doch nichts. Gerade Einsteiger spüren schnell diesen Spagat. Aber fangen wir vorne an.
Der Foliendruck, auch als Digitaldruck oder Siebdruck auf flexible Materialien bekannt, gehört in Freiburg zu den traditionsreicheren, aber keinesfalls angestaubten Branchen. Bedruckt wird alles – von Werbebannern bis zu Verpackungsfolien, mal PE, mal PVC, mal PET. Wer hier startet, muss Materialien unterscheiden können, Maschinen bedienen – und dazwischen wach bleiben. Die Routinen kann man einüben, klar. Aber wenn eine Rolle sich plötzlich querstellt, ist handfeste Diagnose gefragt, kein stures Abarbeiten.
Was vielleicht unterschätzt wird: Trotz aller Technik bleibt der Mensch die variable Größe. Mal hakt eine Druckfarbe, mal spinnt die Trocknung, dann schleicht sich ein winziger Falz in die Folie. Wer da nervös wird oder den Bogen beim Nachjustieren nicht raus hat, gerät ins Schwitzen. Wer Lust aufs Feintuning mitbringt – und einen leisen Stolz verspürt, wenn’s am Ende wirklich „sitzt“ –, dem liegt der Job meist. Es hilft, sich mit Materialien anzufreunden. Polypropylen fühlt sich anders an als kaschierte PET-Folie. Und: Nichts geht über eine gute Nase fürs Detail. Oder täusche ich mich da?
Im Süden ist die Branche solide verwurzelt – kein Zufall, angesichts der Nähe zu (bio-)chemischer Industrie und den vielen mittelständischen Unternehmen. Freiburg sticht, das kann man ruhig feststellen, mit einer relativ stabilen Nachfrage nach Spezialfolien und nachhaltigen Drucken heraus. Wer von Umschulungen kommt oder als gelernter Drucker einen Wechsel plant, findet meist keinen übersättigten, aber einen durchaus professionellen Markt. Was auffällt: Die ökologische Bewegung – Freiburg halt – drückt auch im Foliendruck durch. Biofolien, vegane Druckfarben, CO₂-arme Prozesse: Wer da lernen will, kommt an diesen Themen nicht vorbei.
Gehaltlich bewegt sich das alles auf anständigem Handwerksniveau. Einstiegsgehälter rangieren laut meinen Erfahrungen und Gesprächen häufig bei 2.800 € bis 3.100 €, erfahrene Leute mit Verantwortung landen schnell bei 3.300 € bis 3.700 € – manchmal mehr, falls es um Sonderaufträge oder Schichtverantwortung geht. Nicht üppig, aber solide, wenn man die Freiburger Lebenshaltung mal ins Verhältnis setzt. Nebenbei: Die Zusatzleistungen, etwa im Bereich Gesundheit oder Jobticket, gewinnen langsam an Wert. Unternehmen versuchen zu binden, was nicht weg möchte.
Foliendruck wirkt nach außen hin manchmal monoton – Gleiche Bahnen, gleiche Töne, Tag für Tag. Wer reinhört, merkt rasch: Die Veränderungen in der Drucktechnik, etwa Automatisierungs-Schübe oder neue Materialzusammensetzungen, verlangen wache Leute. Ich habe den Eindruck, dass Betriebe, die auf internes Training setzen, eher im Vorteil sind. In Freiburg finden sich regelmäßig Weiterbildungsangebote – mal über Innungen, mal als Maschine-zu-Mensch-Workshop beim Hersteller ums Eck.
Wer nach zwei, drei Jahren noch die gleichen Knöpfe drückt wie am ersten Tag, macht was falsch. Lernen ist Pflicht. Nicht weil Chefs das diktieren, sondern weil die Technik vorangeht. Was viele unterschätzen: Auch Diskussionen über Vermeidung von Plastik oder neue Folienarten können den Berufsalltag ganz schnell auf den Kopf stellen. Der Markt will Innovation, der Gesetzgeber manchmal auch. Wer sich hier nicht gelegentlich mit frischen Ideen infiziert, wird rasch hinten angestellt.
Wer als Berufseinsteiger, Seitenschwenker oder eingefleischter Druck-Profi seine Hände – und seinen Kopf – in den Foliendruck in Freiburg steckt, bekommt kein gemachtes Nest. Aber ein Feld mit Entwicklungspotenzial. Die Existenz von Routinen ist trügerisch; was gestern lief, kann morgen schon alt aussehen. Doch wer bereit ist, sich auf Neues einzulassen, flexible Materialien wie wandelnde Anforderungen zu akzeptieren und die eigene Geduld nicht vergisst – der wird in Freiburgs Foliendruckereien nicht nur gebraucht, sondern kann auch tatsächlich was bewegen. Mit etwas Glück sogar mehr als Folie und Farbe.
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